Historische Gesellschaft Zinnowitz                               
 

 
               

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Historische Zeittafel für das Ostseebad Zinnowitz


 

     

Historischen Gesellschaft zu Seebad Zinnowitz auf Usedom e. V.
Möwenstraße 1
17454 Ostseebad Zinnowitz

Bitte Anregungen, Ergänzungen und Berichtigungen an Frau Spohler Tel. 038377- 40536 oder Frau Frohreich Tel. 038377- 43215 Oder per e-mail an gruendli@uni-greifswald.de 

Sie können die Historische Gesellschaft bei ihrer Arbeit unterstützen, indem Sie Ihre Spende auf das Konto- Nr. 383 002 290 bei der Sparkasse Vorpommern BLZ 150 50 500 überweisen.

 

1309        Urkundliche Ersterwähnung von Zinnowitz unter dem slawischen Namen Tzys. Laut Schenkungsurkunde durch den Pommernherzog Bogislav IV. gehört Tzys zum Kloster Crummin.

1496        Kirchenrat von Tzys erhält aus der Klosterkasse von Crummin eine finanzielle Anleihe für die Reparatur der christlichen Kapelle.

1534        Beginn der Reformation der Katholischen Kirche in Pommern. Die Klöster werden aufgehoben. Der Besitz geht an die jeweiligen Feudalherren (Pommernherzöge), die dadurch ihre Macht erheblich vergrößern.
 

 

1535        Die Fischereiverordnung wird in Kraft gesetzt.

1563        Das Kloster Crummin wird aufgelöst und geht mit den dazugehörigen Klosterdörfern in den Besitz des Herzogs von Pommern-Wolgast über. Von den Klostergebäuden werden einige zu einem Stift für adlige evangelische Jungfrauen ausgestaltet. Klösterliche Stifte dienen u.a. auch der Finanzierung der Universität Greifswald.
 

 

1618        Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges. Pommern wird ausgeplündert und verwüstet. Das Land ist verarmt und in hohem Maße entvölkert.

1625        Mit Philipp-Julius stirbt der letzte Herzog der Linie Pommern-Wolgast. Er hinterlässt keine Erben. Sein Vetter Herzog Bogislaw XIV. wird Pommern wiedervereinigen. Damit fällt Wolgast an das Herzogtum Pommern-Stettin.

1627        Wallenstein, Feldherr der kaiserlichen Truppen, lässt die Peenemünder Schanze errichten. Sie dient als Festungswerk gegen Angriffe von der Seeseite. Tzys sowie die gesamte Insel werde in den Folgejahren von durchziehenden Truppen, insbesondere von den kaiserlichen geplündert      und gebrandschatzt. Dabei ist Tzys durch seine Lage an der alten Heerstraße von Vor- nach Hinterpommern besonders betroffen.

1628        Landung des dänischen Heeres unter König Christian IV. östlich von Tzys am Dänengrund. Die Dänen zerstören die Peenemünder Schanze und bringen Tod und Verderben über die Dörfer. Die Truppen Wallensteins stellen sich gegen die Dänen und gehen siegreich aus den Kämpfen hervor. Der um seine Neutralitätspolitik bemühte Pommernherzog Bogislav XIV. verfügte über  kein Heer, somit war Pommern völlig schutzlos. Bogislav XIV. schließt mit Schweden einen Defensivvertrag.
 

 

Philipp-Julius

 



Bogislav XIV.

1630        Am 25. Juni landet das schwedische Heer unter König Gustav II. Adolf am Peenmünder Haken und greift in den Dreißigjährigen Krieg ein. Die Schweden besetzen Wolgast. Ihr Siegeszug führt über die Heerstraße zur Swine. Sie werden als Retter des Protestantismus gefeiert. Das schwedische Heer ist streng diszipliniert. Nach der Flucht der kaiserlichen Truppen können die Dorfbewohner an die Beseitigung der Kriegsschäden gehen.

1632        Gustav II. Adolf fällt in der Schlacht bei Lützen. Seine Leiche wird von Wolgast nach Schweden überführt. Mit dem Nachlassen der straffen militärischen Führung lockert sich die Disziplin des schwedischen Heeres zunehmend. So werden die Truppen zum gleichen Schrecken der Bevölkerung wie ihre Gegner.

1637        Erneute Plünderung der Insel durch kaiserliche Truppen. Mit Bogislav XIV. stirbt der letzte Pommernherzog.

1648        Ende des Dreißigjährigen Krieges. Im „Westfälischen Frieden“ wird Mittel und Vorpommern dem Königreich Schweden zugesprochen. Hinterpommern dagegen fällt erbrechtlich an das Kurfürstentum Brandenburg. Der alte slawische Name Tzys wird in Zitz umgewandelt. Unter der neuen Schwedischen Herrschaft kommt es wieder zu einer Beruhigung. Es gibt ein deutliches Bemühen, Kriegsschäden zu überwinden und einen friedlichen Aufbau zu sichern. Pommersche Sitten und Gebräuche können gepflegt werden. Notwendige Naturalabgaben der Fischer und Bauern halten sich in erträglichen Grenzen.
 

 

Landung der Schweden bei Peenemünde



Peenemüner Schanze



Einschiffung der Leiche Gustav II. Adolfs im Hafen von Wolgast

1654        Die Schwedenkönigin Christine gibt die Krone an Karl X. weiter.

1655 - 1660 Schwedisch –Polnischer Krieg. Der Krieg des deutschen Reiches gegen Frankreich (1675-1679) berührt die Insel Usedom, als die Schweden die von den Brandenburgern besetzte Peenemünder Schanze stürmen. Zitz erlebt erneut durchziehende Truppen auf der Heeresstraße und muss Kontributionen erdulden. Trotz der siegreichen Feldzüge des Großen Kurfürsten wird er vom deutschen Kaiser gezwungen, die Ergebnisse des Westfälischen Friedens zu sanktionieren. Damit bleibt Vorpommern schwedisch!

1693        Landesvermessung. Im ganzen Königreich Schweden finden Landesvermessungen statt, deren Ergebnisse in Matrikeln (Schwedische Landesaufnahme) zusammengefasst werden. Auch Zitz wird vermessen.

1700 - 1721 Großer Nordischer Krieg. Schweden führt Krieg gegen  das Bündnis Dänemark- Polen- Sachsen-Russland. Preußen tritt dem Bündnis 1713 bei. Beschränkt sich aber auf die Verteidigung seines Territoriums. (Unter König Friedrich Wilhelm I.)

1705        Zitz  hat 4 Halbbauern, die gleichzeitig Fischer sind. Die besitzen jedoch wieder einen guten Viehbestand und können ihre Felder mit eigenem Zugvieh bearbeiten.

1710        Die Insel wird von der Pest heimgesucht.

1711        Mit der Haffordnung kommt es zur Regelung wichtiger Fragen des Fischfanges.

1720        Die Insel Usedom wird preußisch. Mit dem „Frieden von Stockholm“ ist eine weitere wesentliche Etappe zur Beendigung des Großen Nordischen Krieges vollendet. Der Preußenkönig Friedrich Wilhelm I. erwirbt Mittelpommern mit Stettin und der Insel  Usedom bis zum Peenestrom für 2 Millionen Taler.
 

 

Schwedische Matrikelkarte von Zinnowitz






Preußenkönig Friedrich Wilhelm I.

1721        Das wesentlich straffere preußische Regime bringt den Bauern auch Nachteile durch die wieder eingeführten Frontage. So müssen auch die Zitzer Bauern  in der Regel 3 bis 4 unentgeltliche Frontage wöchentlich auf der Domäne Crummin leisten.

1740        König Friedrich II Nach dem Tode Friedrich Wilhelm I übernimmt sein Sohn, Friedrich II., die Regierungsgeschäfte. Er widmet sich mit Umsicht und großer Tatkraft einer Neuordnung und Umgestaltung der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse. Die 5 alteingesessenen Bauern werden auf sogenannte „wüste Höfe“( wie z.B. Bannemin oder im Bereich Mahlzow) umgesetzt. In Zitz beginnt in der Folgezeit die Umgestaltung zu einer Preußischen Domäne.

1749        8 Kolonisten werden mit ihren Familien in Zitz angesiedelt. Sie kommen aus Schweden, Neuvorpommern und Mecklenburg. In Zitz erhalten sie in neu erbauten Häusern eine dauerhafte Sesshaftigkeit. Sie gelten als Halbbauern und betreiben Fischfang. Die Kolonisten kommen gern nach Preußen wegen zahlreicher Vergünstigungen. Dazu gehören: Befreiung vom Frondienst, Militärdienst, Einquartierung und Zöllen bis ins dritte Glied sowie Steuervergünstigungen und freier Bezug von Bauholz.

1751        Die Neugestaltung der königlichen Domäne ist abgeschlossen. Sie erhält auf Beschluss der Verwaltung der „Königlich-Preußischen Kriegs- und Domänenkammer“ Stettin den Namen Zinnowitz.
 

 

Ausschnitt der Lubinschen Karte

1756        Das Herrenhaus (ältestes Haus in Zinnowitz, Neuendorfer Weg 23) ist errichtet.

1757        Die Peenmünder Schanze ist Ort mehrfacher Kämpfe zwischen preußischen und schwedischen Truppen. Die Einwohner der umliegenden Dörfer werden davon betroffen.

1758        Die zwischenzeitlich siegreichen Schweden lassen einen Teil der Forsten von Zinnowitz und Pudagla abholzen.

1759        Nach der Eroberung der Peenemünder Schanze durch die Preußen lässt man sie schleifen.

1806-1907    preußisch- französischer Krieg. Im Frieden von Tilsit verliert Preußen  mehr als die Hälfte seiner Gebiete an Frankreich. Preußen wird zum größten Teil von französischer Armee besetzt. Nach der militärischen Niederlage beruft König Friedrich Wilhelm III. eine Neue fortschrittliche Regierung. Die Regierung Stein, Hardenberg, Allenstein erlässt ein Gesetz, das in der bisherigen Geschichte Preußens einmalig ist (9. Oktober- „Oktoberedikt“). Es beinhaltet: Die Aufhebung der Leibeigenschaft, die damit verbundene „Erbuntertänigkeit“, die „Schollengebundenheit“, den „Zwangsgesindedienst“, die „Heiratserlaubnis“ für Bauern und deren Angehörige, die Abschaffung der Gerichtsbarkeit durch die Gutsbesitzer, die Abschaffung der Fronarbeit, die Abschaffung des Verbots der Jagd- und Fischereiausübung.

1810        Die Verarmung Preußens zwingt zum Verkauf von Eigentum der Krone an Privatpersonen. So werden auf der Insel Usedom die königlichen Domänen Morgenitz, Katschow, Loddin und Zinnowitz zum Kauf angeboten.

1811        Der Swinemünder Reeder Friedrich Wilhelm Krause bewirbt sich um den Kauf der Domäne Zinnowitz. Er bietet 14300 Taler als Kaufsumme.

1812        Am 7.August erwirbt F.W. Krause die Domäne Zinnowitz mit 1784 Morgen landwirtschaftlicher Nutzfläche. Als Folge des Kursverfalls der preußischen Staatsschuldobligationen ergibt sich eine Kaufsumme von nur 7000 Talern.
 

   

 



Ausschnitt eines Preußischen Messtischblattes

 

 

 

 

 



Der Geheime Kommerzienrat Friedrich Wilhelm Krause

Swinemünde

1813        Beginn des Befreiungskrieges von der napoleonischen Unterdrückung. Die Insel Usedom wird davon nicht berührt. Mit dem Musketier  Wischow und dem Gardejäger Fubel fallen jedoch 2 Soldaten aus Zinnowitz.

1815        Niederlage Napoleons, die französischen Truppen ziehen ab. Wiener Kongress. Schwedisch-Pommern fällt an Preußen.

1816        Der Fürst Malte Wilhelm von Putbus eröffnet in Lauterbach bei Putbus (Rügen) das Friedrich-Wilhelm-Bad. Die ersten Badekarren kommen zum Einsatz.

1818            Die Nachkommen F.W. Krauses verkaufen das Zinnowitzer Gut an 29 Bauern. Diese müssen 12000 Taler sofort bezahlen. 6000 Taler werden als Hypothek eingetragen. Errichtung des ersten Schulgebäudes. Ortsschulze Peter Friedrich Müller

1819        Swinemünde wird Kreisstadt des Kreises Usedom-Wollin

1820        Die ersten Koserower Salzhütten werden gebaut. Es gibt außerordentlich reichhaltige Heringsvorkommen in den nahen Gewässern der pommerschen Ostseeküste.

1831        Errichtung des Forsthauses in Zinnowitz.

1845        Bau des Schulgebäudes in der Alten Strandstraße.

1847        Zinnowitz erhält einen eigenen Friedhof.
 

 

Putbus auf Rügen

 



Salzhütten in Koserow

1848        Bürgerlich –demokratische Revolution in Deutschland. Keine bedeutsamen revolutionären Ereignisse in unserer Region, jedoch wichtige Ergebnisse sind: Wiederbelebung des Handels, Trennung von Kirche und Schule, Alle Schulen sind staatliche Einrichtungen, die von staatlichen Behörden geleitet werden. Die Lehrer sind Staatsbeamte bzw. Angestellte mit festem Besoldungssystem.

Die gemeinsame Bewirtschaftung des Gutes Zinnowitz durch 32 Eigentümer führt zu ständigen Konflikten. Deshalb wird diese Eigentumsform nach gerichtlicher Bestätigung aufgehoben. Es entstehen 32 selbständige bäuerliche Betriebe. Erstmalig sind die Zinnowitzer Bauern Eigentümer auf  eigenem Grund und Boden.

1850        Mit dem „Wigwam“ entsteht die erste Gaststätte in Zinnowitz.

1851        Am 26. Juni erhält Zinnowitz als dritter Ort auf Usedom den Badekonsens. Ortsvorsteher Johann Fuljahn Amtsvorsteher Richard von Corswandt

1854        Das Gasthaus „Wigwam“ erhält einen Anbau als Herberge für Kurgäste (Standort im heutigen Heringsdorfer Weg).

1855       Badedirektor Kirchberg

1859        Am 3. März wird ein „Bäderreglement“ erlassen. Eine Badedirektion wird gebildet, die alle Aufgaben und Angelegenheiten  des Badewesens zu regeln hat. (Althoff, Fuljahn, Saldsieder)

1860        In Strandnähe auf dem Bereich des heutigen „Preußenhof“, wird das „Haus für warme Bäder“ errichtet. Es ist eine Art Kurmittelhaus, in dem Reinigungsbäder und andere Dienstleistungen angeboten werden.

1864        Die ersten Badehütten entstehen. Zinnowitz zählt 356 Einwohner.

1864        Deutsch-Dänischer Krieg um die Befreiung Schleswig-Holsteins. Die Reste der Peenemünder Schanze werden zu einer befestigten Stellung ausgebaut und von der Preußischen Armee besetzt. Zinnowitzer Bürger sind an den erforderlichen Erdarbeiten beteiligt.

1866        Preußisch-Österreichischer Krieg um die Hegemonie in Deutschland. Eine Ruhrepedemie bricht aus. Zinnowitz wird davon nicht betroffen.

1870        Einjähriger Krieg zwischen Deutschland und Frankreich. Die Provinz Pommern wird in den Kriegszustand versetzt. In Befürchtung einer Truppenanlandung wird auch die Gemeinde Zinnowitz mit der Aufstellung einer Küstenwache beauftragt.
 

 

 

 

Badekarren und Badehütte dienen den ersten pommerschen Badegästen als "Badehilfe"

 

Zinnowitz um 1880

1872            Stärkste Sturmflut des Jahrhunderts. Erhebliche Zerstörungen u.a. des Vorwerkes Damerow und der 1820 erbauten ersten Salzhütten in Koserow.  Das Wasser der Ostsee verbindet sich mit dem des Achterwassers. In Zinnowitz werden alle Badehütten vernichtet. Zinnowitz bekommt aus einer Sammlung 900 Taler zur Behebung der Schäden.

1874        Erneut schwere Sturmflut. Zinnowitz wird Amtsgemeinde des Amtsbezirkes Krummin. Ortsschulze Carl Steffen

1875        Der Zinnowitzer Ortsschulze Steffen wird „Distrikts-Feuer-Polizei Kommissar“ für den Bereich Mahlzow bis Ückeritz.

1876        Zinnowitz erhält ein Königliches Post- und Fernmeldeamt IV. Klasse (auf dem heutigen Grundstück Waldstraße 1).

1876        Am 15. Mai wird die Eisenbahnstrecke Berlin- Ducherow- Swinemünde eröffnet. Sie ist von großer Bedeutung für den Anschlußverkehr zu den Ostseebädern.

1877        Dampferverbindung von Karnin nach Zinnowitz.

1880        Die Kaiserfahrt ist nach fünfjähriger Bauzeit fertiggestellt. Der Schiffsverkehr von Swinemünde nach Stettin ist damit auch für größere Schiffe gesichert.

1880        Als erstes Hotel am Strand wird das „Kurhaus Strandhotel“ gebaut (der heute östliche Teil des Hotels „Peußenhof“).

1881        Die Hotels „Kagemann“ und „Belvedere“ sind errichtet (Glienberg). In Zinnowitz wird die erste Kurtaxe erhoben. 1400 Badegäste.

1882            Der Bau der Chaussee nach Wolgast wird abgeschlossen. Das Warmbad für Reinigungsbäder und medizinische Gesundheitsbäder wird eröffnet. In diesem Gebäude befindet sich auch das Bürgermeisteramt. Zinnowitz hat in diesem Jahr bereits 2800 Gäste. Bau eines Landungssteges am Strand (Privatbesitz der Familie Schult) Die Preußische Arbeitsordnung wird in Kraft gesetzt.

1883        Die erste Straßenverkehrsordnung tritt in Kraft. In Zinnowitz wird eine Apotheke eröffnet.

1884        Der regelmäßige Schiffsverkehr zwischen Karnin und Zinnowitz trägt zur Verbesserung des Kur- und Badebetriebes bei.

1886        Das neu erbaute Hotel „Wigwam“ entsteht an der Stelle des alten Gasthofes. Das Glienberghotel wird errichtet (an der Stelle des heutigen „Parkhotel Glienberg“).

1887            Die Chaussee Zinnowitz- Pudagla ist fertiggestellt.

1889        Der Bernsteinfang an den Ostseeküsten der Insel Usedom und Wollin, soweit dieser dem Fiskus zusteht, ist den Gebrüdern Johannes und Fritz Salzsieder aus Zinnowitz  auf 6 Jahre (vom 1. Juli 1889 bis 1895) verpachtet worden. Wer an den angegebenen Küsten Bernstein findet  und nicht abgibt, muss mit 300 Mark Straße bzw. 6 Wochen Gefängnis rechnen. 1719 Badegäste.

1894        3104 Badegäste. Gemeindevorsteher Liebe

1895        Das königliche Forstamt Neupudagla veranlasst die Parzellierung des strandnahen Küstenschutzwaldes und des Dünenbereiches  Die Parzellen, die bis zu diesem Zeitpunkt Staatseigentum waren, werden zum Verkauf an Privatpersonen freigegeben. Es setzt eine umfangreiche Bautätigkeit ein.

1895        Am 16. Juni wird die neu erbaute Kirche in Zinnowitz eingeweiht.

1896       Gemeindevorsteher Hermann Sternberg

1897        Der von der „Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger“ mit Sitz in Bremen 1882 in Zinnowitz gegründeten Seenotrettungsstation stiftet eine Berliner Frühstücksgesellschaft das Rettungsboot „Aniela“. Eine in der Station befindliche Erinnerungstafel legt Zeugnis darüber ab. 5018 Badegäste.

1898        Das Kurhaus Strandhotel erhält den Saalanbau.
 

 

 

Noch fehlt der Seesteg
 




Karniner Brücke

 

Plan für einen Seesteg in Zinnowitz

 



Seesteg in Zinnowitz

 

 

Kirchenbau in Zinnowitz

 

 

1900        Schwabes Hotel ist nach 2-jähriger Bauzeit fertig gestellt. In Zinnowitz wird ein ständiger Landjägerposten stationiert. Er ist zuständig für den Bereich von Mahlzow bis Ückeritz. 6194 Badegäste.

1901        Grundsteinlegung für den 2. Schulbau.

1902        Am 14. Februar wird die Freiwillige Feuerwehr aufgestellt. Amtsvorsteher Hermann Sternberg. Gemeindevorsteher Carl Steffen.

1903        Anläßlich der in Wien stattgefundenen Internationalen Kurorte- Ausstellung ist der Badedirektion Zinnowitz für die ausgestellten Objekte von der Generaljury der Ausstellung das Ehrendiplom mit der Berechtigung zur Führung der großen goldenen Medaille und das Ehrenzeichen der Ausstellung zuerkannt worden. Das neu erbaute Gerätehaus der Feuerwehr ist fertig gestellt und wird der   Nutzung übergeben. Der Zinnowitzer Promenadenweg wird bis Hammelstall (ab 1910 Trassenheide) verlängert. Die neue Tennisanlage mit 2 Spielfeldern wird zur Nutzung freigegeben.

1904        Eine schwere Sturmflut zerstört den Deich zwischen Zempin und Koserow. Das Vorwerk Damerow wird völlig zerstört. Die neue Strandhalle wird übergeben. Gemeindevorsteher komm. Reich Gemeindevorsteher Ernst Grubbert

1905        Zinnowitz hat 1267 Einwohner und 8479 Kur- und Badegäste. Die Schriftstellerin Hedwig Courts- Mahler verbringt den Sommer in Zinnowitz . Ihre Besuche wiederholen sich in den Folgejahren. Zinnowitz hat jetzt 259 Wohnhäuser. 7777 Badegäste.

1907        Das Familienbad mit 20 Kabinen wird eröffnet.

1909        Die neue Seebrücke von Zinnowitz als Landungsbrücke ist fertiggestellt und wird als Vineta- Brücke eingeweiht. (12. Juli) Zinnowitz feiert den 600. Jahrestag seiner urkundlichen Ersterwähnung mit einem Volksfest. Bürgermeister und Badedirektor Oesau. Amtsvorsteher Hermann Sternberg
 

 

Schwabes Hotel

Kurhaus Strandhotel

 

Seebrücke von Zinnowitz



1910        8658 Badegäste.

1911        Zinnowitz erhält einen Eisenbahnanschluss. Das neue Postgebäude wird übergeben. Zinnowitz ist an das elektrische Verbundnetz angeschlossen.

1912       Gemeindevorsteher von Tilly

1914        Ausbruch des 1. Weltkrieges. Der Badebetrieb wird eingeschränkt, jedoch aufrechterhalten. Bei Kriegsende 1918 sind 28 Zinnowitzer Soldaten gefallen, 4 an Verwundungen verstorben und 3 werden vermisst.

1916       Gemeindevorsteher Carl Steffen

1917        Vertreter Keil, Wodke, Kautsch

1920        Einflußreiche rechtsgerichtete  Einwohner bilden den „Zweckverband zur Freihaltung des Ostseebades für deutschblütige Kurgäste“. Zinnowitz soll für immer judenfrei sein. Zinnowitz erhält in der Folgezeit Zuspruch und Unterstützung rechtsgerichteter Parteien, Organisationen und Persönlichkeiten.

1920        Aus Spendenmitteln werden der Heldenhain und das Kriegerdenkmal errichtet.

1921        Zinnowitz hat 9546 Badegäste.

1923       Bürgermeister Ernst Grubbert

1924            Wilhelm Potenberg wird vom Gemeinderat zum neuen Bürgermeister gewählt. Amtsvorsteher Schweigert. 9228 Badegäste. Kronprinz Wilhelm besucht Zinnowitz. Frau Berta-Louise Dreyfuß besucht Zinnowitz.

1925        Das Strandhotel bekommt den Namen „Preußenhof“. Am 19. Dezember erhält  die Zinnowitzer Kirche ihre wiedergegossenen Glocken zurück. Sie sollen am 31.Dezember wieder zum ersten Mal läuten. 1917 wurden 2 Glocken für den 1. Weltkrieg geopfert. Zinnowitz besitzt Kochgas. 11464 Badegäste.

1927        Das Hotel „Kagemann“ und das Hotel „Belvedere“(zwischenzeitlich das katholische „Maria-Heim“) werden von einer Stiftung der Deutschen            Reichsbahn erworben und zu einem „Eisenbahner-Waisenhort“ für       elternlose Kinder von Eisenbahnern umgestaltet. Oie - Schwimmen. Den durch die Kurdirektion veranstalteten Schwimmwettbewerb von der Insel Oie zum Zinnowitzer Strand (21 km) gewinnt Herr Günter Ritter. Zinnowitz hat 1900 Einwohner  und 12464 Badegäste. Durch das Wirken des rechten Zweckverbandes bekommt Zinnowitz die Bezeichnung „Deutsches Ostseebad“.  Auf Werbetafeln und in Prospekten erscheint das Hakenkreuz. 12464 Badegäste.

1928        Erweiterung und Ausbau mehrerer Ortsstraßen.

1929        An der Uferregion des Achterwassers wird ein durchgehender Schutzdeich errichtet. Die Arbeiten werden von Arbeitslosen durchgeführt. Fräulein Reudenfeld gewinnt das Oie - Schwimmen.

1931        Gründung einer Ortgruppe der SPD. Die Gründungsversammlung fand in Zempin statt, da kein Zinnowitzer Hotel- bzw. Gaststättenbesitzer einen Raum zur Verfügung stellte. Bei Zecherin in der Nähe von Usedom ist die Straßenbrücke fertiggestellt , die die Insel mit dem Festland verbindet.

1933        Machtübernahme in Deutschland durch die Nazionalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP).

1933        Die 1876 übergebene Drehbrücke bei Karnin , über die die ersten Züge von Berlin auf die Insel Usedom rollten, wurde durch die damals modernste Hubbrücke Europas abgelöst.

1933        Die Peenebrücke verbindet die Insel Usedom mit der Stadt Wolgast.

1935        Zinnowitz hat 2000 Einwohner.

1936        Im Frühjahr kauft die Wehrmacht den Peenemünder Haken für 750 000 Reichsmark. Im August beginnen die Arbeiten zur Errichtung der modernsten Raketenforschungsstätte der Welt.

1938        Zur Abschirmung der Heeresversuchsanstalt Peenemünde wird eine Sperrzone errichtet, in der auch Zinnowitz liegt. Bereits im Rahmen der Kriegsvorbereitungen werden Kur- und Badebetrieb eingeschränkt. Die Einrichtungen werden verstärkt zur Kinderlandverschickung und zur Rekonvaleszenz verwundeter Soldaten genutzt , aber auch zur Unterbringung von Mitarbeitern der Heeresversuchsanstalt.

1939            Ausbruch des II: Weltkrieg

1941        13.5.-2.9. Kinderlandverschickung , in einigen Hotels des Ortes sind Kinder der 5. Und 6. Klassen der Mittelschule Pinneberg, Barmstedt und Helgoland untergebracht. ( Haus „Moll“, „Victoria Luise“, „Waldkrone“, „Frauenlob“, „Seestern“, „Zur Ostsee“ u.a.). Sie erhalten während ihres Aufenthaltes Unterricht durch die mitgebrachten Lehrer und die Jungen außerdem vormilitärische Ausbildung durch die HJ. Die Kinder lernten bei vielen Ausflügen die Insel kennen. Sie besuchten auch verwundete Soldaten in den Lazaretts (z.B. im Dreyfuß-Heim)

1942            3. Oktober erster erfolgreicher Start einer A4 in Peenemünde

1943        In der Nacht vom 17. zum 18. August greifen 596 englische Bombenflugzeuge die Heeresversuchsanstalt Peenemünde an. Die militärische Operation trägt den Decknamen  „Hydra“. Infolge eines Navigationsfehlers fallen die meisten Bomben auf die Lager          der Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter. Bei dem größten der insgesamt  4 Bombenangriffe werden 732 Menschen getötet. Der Ort Zinnowitz ist von dem Bombardement nicht betroffen.

1945        Bombenangriff auf Swinemünde. Am 12.März, kurz nach 12 Uhr werfen 671 amerikanische Bomber eine Bombenlast von 1609 Tonnen auf die Stadt ab. Mindesten 23000 Menschen kommen dabei ums Leben. Die Bombenflugzeuge hatten einen Geleitschutz von 412 Jagdflugzeugen. Während des Angriffes, der nur etwa 45 Minuten dauert, befinden sich 1083 amerikanische Kampfflugzeuge über der Stadt.

Am 29 April zerstört ein Sprengkommando der Deutschen Wehrmacht die Karniner Brücke.

1945            Ende April beginnen sich die deutschen Truppen verstärkt in Richtung Westen zurückzuziehen (Befehl Keitels zur Auflösung der „Heeresgruppe Weichsel“). In der Nacht vom 4. zum 5. Mai verlassen die letzten Soldaten der deutschen Wehrmacht die Insel. Nach ersten Anlandungen  am 3. Mai haben die sowjetischen Truppen die Insel am 5. Mai völlig besetzt. Die deutsche Wehrmacht hatte in Verbindung mit ihrem Rückzug  sämtliche Landbrücken gesprengt, sowie die Eisenbahnbrücke bei Zinnowitz. Die schmalste Stelle der Insel zwischen Zempin und Koserow wurde vermint.
 

   

Das Familienbad

 

Mühle und Kirche

 

 

 

Die neue Konzert- und Lesehalle

 

 

Hotel Seeschlößchen

 

 

Hochwasser 1913, Deichbruch bei Damerow

 

 

 

 

Dampfer am Achterwasser

 

 

 

 

Bahnhof Zinnowitz

 

 

 

 

Die Insel Oie

 

 

 

 

Die Seebrücke im Winter

1945            Vom sowjetischen Ortskommandanten wird der Zinnowitzer Hans Krabbenhöft zum kommissarischen Bürgermeister ernannt.

1945            Am 6. Oktober zieht die polnische Verwaltung in Swinemünde ein. Die Stadt mit 90,8 km²  unserer Insel wird polnisches Staatsgebiet. Der Sitz der Verwaltung für die Insel Usedom wird später in Ahlbeck eingerichtet (bis 1952).

1946        Aus der Tschechoslowakei und Polen ausgewiesene deutsche werden zunächst im Eisenbahner –Waisenhort zur Quarantäne untergebracht. Der Bildhauer Hans Kies wird zum Bürgermeister von Zinnowitz gewählt.

1947        Die ersten Feriengäste kommen wieder nach Zinnowitz. Hotels und Pensionen nehmen ihren Betrieb wieder auf. . Der Gewerkschaftsbund in der sowjetischen Besatzungszone (FDGB) bildet seinen  Feriendienst. Es werden vertragliche Vereinbarungen zwischen dem Feriendienst und den  Hotelbesitzern geschlossen. Die Eigentümer des Hotels „Peußenhof“ verkaufen das Haus an die Bergarbeitergewerkschaft Sachsen-Anhalt. Es erhält den Namen „Glück auf“ und wird Ferienheim  für Bergarbeiter und ihre Familien. Richters Hotel wird durch seinen Besitzer an die Gewerkschaft der Eisenbahner verkauft.

1949        Gründung der DDR als zweiter deutscher Staat neben der Bundesrepublik Deutschland.

1950        Das Warmbad ist wieder eröffnet. 20000 Badegäste. Die Wolgaster Peenebrücke ist nach 20-monatiger Bauzeit wieder hergestellt. 21.4.1950 Gesetz zum Schutz des innerdeutschen Handels (Grundlage der „Aktion Rose“) Bürgermeister Werner Rieck

1951        Zinnowitz feiert den 100. Geburtstag als Seebad. Bürgermeister Ernst Janzen.

1952        Verwaltungsreform in der DDR. Die 5 Landesregierungen werden aufgelöst. An ihre Stelle treten staatliche Verwaltungsbezirke, die direkt der Regierung der DDR unterstellt sind. Der gesamte Staatsaufbau der DDR ist streng zentralisiert. Der bisherige Kreis Usedom mit Ahlbeck als Sitz der Kreisverwaltung wird aufgelöst und am 29.7.1952 der Kreis Wolgast gebildet, dazu gehört auch die Insel Usedom. Gründung des Segelsportvereins, erster Vereinsvorsitzender ist Wilhelm Hohenhaus.

1953            Unter dem Codewort „Aktion Rose“ werden in der Zeit vom 10.2. bis 1.3.1953  711 Hotels, Pensionen und gewerbliche Übernachtungsstätten von der Polizei durchsucht. Wegen angeblicher Wirtschaftsverbrechen werden 447 Personen  festgenommen, 440 Hotels und Pensionen 181 Gaststätten, Wohnhäuser und Grundstücke in der DDR beschlagnahmt. Die Einrichtungen werden später vielfach in Volkseigentum überführt. Die enteigneten oder beschlagnahmten Objekte werden zum Aufbau des gewerkschaftlichen Feriendienstes genutzt. In Zinnowitz trifft es unter anderem Schwabes Hotel, Familie Dillner, Hotel Glienberg, Familie Schweigert, die Bierbrauerei, Familie Karius, den Kohlenhändler Gustav Wolff, den Bauern Paul Schulz, Hotel zur Ostsee, Familie Jahnke Hotel Sanssouci, Familie Engelbrecht. Der Feriendienst der SDAG Wismut übernimmt einen großen Teil der Hotels und Pensionen in Zinnowitz. Dank weitreichender Privilegien und Vorteile wird ein hohes Niveau der Urlauberbetreuung erreicht. Zinnowitz ist vorrangig Seebad der Bergarbeiter. Der Feriendienst errichtet in Zinnowitz eine Freilichtbühne mit 2000 Sitzplätzen für kulturelle und sportliche Veranstaltungen (Waldbühne, heute Ostseebühne). Die Anlage der Tennisplätze wird erweitert und bietet ausgezeichnete Bedingungen  für internationale Tennisturniere. Bürgermeister Heinz Hornemann

1954        bis 1956 Bau des Kulturhauses „Deutsch-Sowjetische-Freundschaft“. Es entsteht in 2-jähriger Arbeit eine beispielhafte Kulturstätte mit einem Theatersaal, einem Tanzcafe, einer großen Bibliothek mit Leseräumen, einer Großküche und einem Speisesaal.

1956        In Zinnowitz wird die erste zentrale Trinkwasserversorgung  und Abwasserentsorgung übergeben, die in den Folgejahren erweitert werden. 18.5.1956 Anordnung zur Regelung des Freibadewesens durch ein Gesetzblatt der DDR

1957        Bürgermeister Rudi Glasow

1958        Das erste neu erbaute Ferienheim des Wismut-Feriendienstes (Ernst Thälmann-Heim) wird eingeweiht.

1958        Der Eisenbahner-Waisenhort wird als Kinderkurheim „Erich- Steinfurth“ eine Einrichtung des staatlichen Gesundheitswesens. Ab 1964 erfolgt die planmäßige Umgestaltung in ein Kindersanatorium, die 1967 abgeschlossen ist. Bürgermeister Alfred Wormut

1959        Bürgermeister Rudi Glasow

1960       Bürgermeister Willi Riebort

1962        Im Dannweg entsteht im Rahmen des Nationalen Aufbauwerkes (NAW) eine Schule, bestehend aus 3 Gebäuden. Die Bauzeit beträgt ca. 1 ½ Jahre.

1963        Der Deutsche Turn- und Sportbund (DTSB) errichtet eine Sportschule mit modernen Trainingsanlagen zur Vorbereitung von Spitzensportlern auf internationale Wettkämpfe. Ergänzt wird die Anlage durch ein Hotel.

1964        Schulneubau. Es entsteht das Gebäude der 10-klassigen polytechnischen Oberschule (Typenbau in Großplattenbauweise)

1965       Bürgermeister Alfred Buchholz

1968        Am 6.Juli feierliche Umbenennung der Waldstraße in Johannes-ter Morsche-Straße

1970  bis 1975 Umfangreiche Bautätigkeit durch den Feriendienst der IG Wismut: das neue Verwaltungsgebäude des Feriendienstes, das neue Gebäude des Wismut- Betriebsambulatorium, 4 Wohnblöcke mit 48 Betrieswohnungen, ein großer Wohnblock mit Appartements für Betriebsangehörige und einem Lehrlingsinternat, Das Kohleheizwerk mit den Anlagen zur Versorgung der Gebäude des Feriendienstes, der Betriebswohnungen und öffentlichen Einrichtungen mit Fernwärme.

1972        Endgültiger Abriss der Strandhalle (Konzert- und Lesehalle)

1975        Der Feriendienst der IG Wismut errichtet am Erlengrund einen Wohnblock mit 45 Betriebswohnungen.

1975        Grundsteinlegung für das größte Ferienobjekt der IG Wismut, das Ferienheim „Roter Oktober“ (heute „Baltic“). Fast gleichzeitig entstehen 3 Wohnblöcke in der Dünenstraße für die Unterbringung der Bauarbeiter, später genutzt als Personalwohnheime.

1976        Zinnowitz begeht den 125. Jahrestag der Seebadgründung.

1976        am 3. Juli erhält Zinnowitz den Titel „Staatlich anerkannter Erholungsort“

1977        Das Ferienheim „Roter Oktober“ ist fertiggestellt.

1980        Grundsteinlegung für das Meereswasserhallenbad.

1980        Beginn des staatlichen Wohnungsbaues am Erlengrund mit insgesamt 150 Wohnungen in 3 Wohnblöcken.

1981        Mit der Fertigstellung von 3 Wohnblöcken haben über 500 Einwohner der Gemeinde Zinnowitz neue ferngeheizte Wohnungen erhalten.

1982        Eröffnung des Meereswasserhallenbades. Das Bad steht der Öffentlichkeit zur Verfügung und wird für den Schwimmunterricht der Schüler des Kreises Wolgast bereit gestellt.

1983       Bürgermeister Klaus- Peter Koßmehl

1987        Das Kulturhaus wird wegen planmäßiger Sanierungsarbeiten geschlossen und soll zum „Tag des Bergmanns“ 1992 wieder eröffnet werden.

1988        4117 Einwohner

1989        Politische Wende. 83429 Gäste mit einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 12,68 Tagen und 5694 Kurgäste des FDGB-Feriendienstes, die durchschnittlich 20,89 Tage in Zinnowitz blieben. Bettenkapazität des Ortes 6803 und 1250 Stellplätze Camping
 

 

Ferienheim Heinrich Heine

 

 

 

 

 

 

Poststempel 100 Jahre Ostseebad Zinnowitz

 

 

 

Kulturhaus der Deutsch- Sowjetischen Freundschaft

 

 

 

 

 

 

Das neue Thälmannheim

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Konzert im Kulturhaus (Mailänder Scala)

 

 

 

 

Ferienheim "Roter Oktober"

1990        Bei freien demokratischen Wahlen im Mai wird der Zinnowitzer John zum neuen Bürgermeister gewählt. Durch Gesetz der Volkskammer werden die 5 neuen Bundesländer gebildet und Landtage gewählt. Mit dem friedlichen Übergang in eine neue Etappe der gesellschaftlichen Entwicklung kommt es zu erheblichen Veränderungen. Nach Ablauf des letzten Urlauberdurchganges wird der Feriendienst der IG Wismut aufgelöst. Die Sanierungsarbeiten am Kulturhaus werden eingestellt. 4363 Einwohner, 48566 Besucher, durchschnittliche Aufenthaltsdauer 12,32 Tage und 4549 Kurgäste, die durchschnittlich 21 Tage in Zinnowitz weilten.

1991        Da es versäumt wird, das leer stehende Kulturhaus abzusichern, wird es innerhalb weniger Monate ausgeplündert und verwüstet.

1991        Durch die Schließung von Betrieben und Einrichtungen während der Wendezeit werden zahlreiche Einwohner arbeitslos. So wurden in Zinnowitz und der näheren Umgebung folgende Betriebe und Einrichtungen aufgelöst bzw. abgewickelt: der Feriendienst der IG Wismut, das Betonwerk Zinnowitz, das Kindersanatorium „Erich Steinfurth, die Garnison der Nationalen Volksarmee der DDR, wie die 1. Flottille der Volksmarine Peenemünde, das Jagdfliegergeschwader Karlshagen, das wissenschaftlich technische Zentrum der Volksmarine in Wolgast, die Fischereiproduktionsgenossenschaft in Karlshagen/ Freest, LPG Pflanzen- und Tierproduktion Mölschow, Der Kreisbetrieb für Landtechnik Hohensee, VEB Bauelemente Wolgast Der Kreisbauhof, Starker Personalabbau in der Peene-Werft Wolgast und im KKW Lubmin. Die Arbeitslosigkeit ist die wesentliche Ursache für den Bevölkerungsrückgang in unserer Region. Vor allem junge Leute gehen in die alten Bundesländer.

1992        Die Gemeinde Zinnowitz beantragt Fördermittel für die Neugestaltung der Promenade und des Musikpavillons. In mehreren Bauabschnitten werden die Arbeiten bis 1996 abgeschlossen. Sanierung Dr. Wachsmann-Straße. Im Gebäude der Gemeindeverwaltung wird eine Polizeistation eingerichtet. Sie ist der Polizeiinspektion Wolgast unterstellt. Straßenbau Dr.-Wachsmann-Straße mit neuen Leitungen für Wasser und Abwasser

1993        Am 3. Oktober wird der neue Seesteg eingeweiht und erhält nach dem Beispiel der früheren Seebrücke den Namen „Vineta-Brücke“. Straßenbau Salzhorstweg mit neuen Leitungen. Eröffnung Einkaufsmarkt „Lidl“ im Salzhorstweg, Eröffnung des Drogeriemarktes „Ihr Platz“ in der Waldstraße (21.9.) Fertigstellung  des Neubaues Alte Strandstraße (1. Bauabschnitt) von    der Bahnhofstraße bis zur Trassenheider Straße Umgestaltung der Kaufhalle zum Einkaufsmarkt Eröffnung des Einkaufsmarktes „Penny“ an der Ahlbecker Chaussee.

1994            Bildung des Kreises Ostvorpommern mit der Kreisstadt Anklam aus den ehemaligen Kreisen Anklam, Wolgast und Greifswald am 12.6.1994. 8.11.1994 auf  der Sitzung der Gemeindevertretung Zinnowitz wird beschlossen folgende Straßen umzubenennen: Johannes-ter-Morsche-Straße in Waldstraße, Ernst-Thälmann-Straße in Bergstraße, Erich-Steinfurth-Straße in Hohe Straße, Makarenko-Straße in Möwenstraße, Wilhelm-Pieck-Straße und Karl-Marx-Straße in Neue Strandstraße, Promenade der Völkerfreundschaft in Strandpromenade. (April bis Dezember) Neubau der Alten Strandstraße (2. Bauabschnitt) von der Trassenheider  Straße bis zur Ahlbecker Straße. Eröffnung des Einkaufsmarktes „Plus“ im Möskenweg

1995        Das neue Zinnowitzer Wappen wird durch den Innenminister des Landes bestätigt. Der Gemeinde wird der Wappenbrief überreicht. Das Wappen wird unter der Nr. 0082 in die Wappenrolle des Landes eingetragen Beschreibung: „Gespalten von Blau und Silber; rechts ein linksgewendetes goldenes Seepferdchen; links ein aufgerichteter grüner Eibenzweig mit roten Früchten.“ 3888 Einwohner, 79840 Besucher, durchschnittliche Aufenthaltsdauer 5,72 Tage

bis 1996 Kanalnetzerneuerung in der Ahlbecker Straße vom Hundeportplatz        bis zum Ortsausgang nach Wolgast

1996        Fertigstellung der Strandpromenade. Am 24. Februar Zinnowitz erfüllt alle Kriterien und erhält die Anerkennungsurkunde als „Seebad“ durch den Staatssekretär im Schweriner Sozialministerium. Wir dürfen uns für 30 Jahre „Seebad“ nennen. Gründung der Historischen Gesellschaft zu Zinnowitz auf Usedom e.V. (19.4.1996). Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug

1997        Erneuerung der Waldbühne (Ostseebühne). In Zusammenarbeit mit der Landesbühne Anklam wird aus der ehemaligen Strandkorbhalle des Feriendienstes der IG Wismut durch Umbau das Theater „Blechbüchse“. Erste „Vineta“- Spielzeit des Theaters Anklam auf der Ostseebühne Zinnowitz. 18.6. 1997 Verlängerung der Eisenbahnstrecke von Ahlbeck bis zur Landesgrenze nach Polen. Beginn der Bauarbeiten zur Neugestaltung des Hotels„Preußenhof“. Das Haus wurde von der Hotelkette „Zinnotel“ erworben. Umfangreiche Erneuerung der Druckerhöhungsstation für Trinkwasser in der Oie- Straße (September 1996 bis Mai 1997). Neue Trinkwasserversorgung für die Oiestraße, Kastanienallee und      Dünenstraße. Erneuerung der Neuen Strandstraße von der Post bis zur Dünenstraße. 3.10. erstmalig Baum des Jahres gepflanzt.

1998        Die Geschäftsleitung  von „Zinnotel“  unterbreitet der Historischen Gesellschaft Zinnowitz e.V.  den Vorschlag , im Hotel „Preußenhof“ ein Bade- und Heimatmuseum einzurichten. So entstehen das Heimatmuseum und das Museumscafe. Die feierliche Eröffnung findet am 24. Juli statt. Das Gebäude des im Jahre 1892 eröffneten Warmbades ist restauriert und modernisiert.  Es ist Sitz der Kurverwaltung und Haus des Gastes und der Gemeindebibliothek. Erneuerung der Abwasserleitungen im Zempiner Weg (Fertigstellung 13.1.98). Rekonstruktion des Wasserwerkes (Juni 1997 bis Dezember 1998)

1999        Sprengung des Schornsteines vom Betonwerk und vom Heizwerk, 31.3. Die Schwimmhalle wird geschlossen. Neubau der Kneippstraße (Fertigstellung 2.6.1999), Sanierung der Straße „Kappen Ausbau“

Bis 2000 Reprivatisierung ,Sanierung  und Wiedereröffnung folgender Hotels: Palace-Hotel (Schwabes Hotel)Tusculum, Strandhotel (an Stelle von Richters bzw. Schmirgal  und Gertrud). Eröffnung des Sportparkes „Barge“ im Möskenweg Eröffnung des „Aldi“-Marktes im Möskenweg. Sanierung der Alten Strandstraße.

2000        Im Januar brennt das Bootshaus des Segelsportvereins ab. 4.5. Palace- Hotel wird eröffnet. Am 26.5.2000 fährt der erste Zug über die neue Eisenbahnbrücke von Wolgast zur Insel Usedom. Der erste Fernzug rollt am 3.6. über die neue Peenebrücke direkt von Köln nach Zinnowitz.  Eröffnung es neuen Kindergartens „Regenbogen“ in der  Alten Strandstraße       am 26. August. Eröffnung der Theaterakademie (Oktober 2000) in der ehemaligen Wäscherei der IG Wismut im Heringsdorfer Weg. Grundsteinlegung für das neue Feuerwehrgebäude (16.9.) Richtfest am 8. Juni 2001. Das Gebäude wird am 1.12.2001 seiner Bestimmung übergeben. Umfangreiche Sanierung der Realschule Zinnowitz (September 1999 bis Januar 2000). Erneuerung der Neuen Strandstraße von der Bahnhofstraße bis zum Zinnowitz-Center.  Straßenneubau im Heringsdorfer Weg (September 1999 bis Mai 2000), 3752 Einwohner

2001        (Februar 2000 bis Juni 2001) Neubau der Kläranlage am Zissberg 26.Oktober 2001  Das Meereswasserhallenbad wird wieder eröffnet. 29.Juni bis 1.Juli Festwochenende zur 150- Jahrfeier der Seebadgründung.

2002        Am 1.1. Einführung der Währung  „Euro“. Erneuerung der Dünenstraße (westlicher Teil) von der Neuen Strandstraße bis zur Vinetastraße (Oktober 2001 bis Mai 2002), (März bis Dezember) Erneuerung der Ortsentwässerung im Trassenheider Weg, ( August 2001 bis Mai 2002) Erneuerung der Neuen Strandstraße vom Möskenweg bis zur Kaufhalle. 3705 Einwohner, 126451 Besucher, durchschnittliche Aufenthaltsdauer 6,05 Tage, Bettenkpazität 6515 und 400 Stellplätze Camping.

2003        Erneuerung der Dünenstraße östlicher Teil

 

   

Hotel Baltic

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Palashotel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Beachvolleball 2003 am Strand von Zinnowitz

 

 

 

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