Mit dem Faltboot auf der Peene

vom Malchiner See zur Insel Usedom

(Kanu, Zelten, Kummerower See, Moorbauer, Bieber, Graureiher, Stolpe)

mehr zu Kanutouren auf der Peene auf www.kanustation-anklam.de in Anklam und  www.kanuhaus.de in Malchin und Demmin.

     
 

 
Zwei Wochen Urlaub dürften reichen, um mit dem Faltboot vom Malchiner See aus die Peene stomabwärts in Richtung der Insel Usedom zu paddeln. Das Juniwetter spielt mit, da sind wir uns sicher - Sonne, keine große Hitze, kaum Regen und wenn Wind, dann von Westen, das sind unsere Wetterwünsche ....
 
     
  Wir lassen uns mit dem Auto nach Dahmen am Malchiner See bringen. Hier ist ein privater Zeltplatz und wir können ganz in Ruhe unser Faltboot packen - Erfahrung mit einem Faltboot haben wir "null", aber wir können schwimmen und schließlich paddeln wir ja nicht in Grönland oder Alaska.  
 
 
 
Am nächsten Morgen geht es  hinaus aufs weite Wasser. Der Malchiner See liegt ruhig und still vor uns. Nur wenige Paddelschläge vom Zeltplatz entfernt sind wir in der totalen Stille... Ab und zu ein Schwan, der mit seinen kräftigen, beim Start auf das Wasser schlagenden Flügeln die Ruhe unterbricht. Seeadler ziehen ihre Kreise über uns. In der Mittagsonne finden wir Erholung auf einer gelben Blumenwiese. Faul wie wir sind, beschließen wir, hier zu übernachten.

Langsam steigen die Morgennebel aus unserer Wiese und wir kochen uns einen starken Kaffee.

 
     
     

 

 
     
 
 
 
  Nach dem Rotwein von gestern Abend der richtige Muntermacher. Wir verlassen den Malchiner See und fahren durch den Dahmer Kanal bis nach Malchin, die Peene ist erreicht.  

 

Der Dahmer Kanal mit seiner grünlichen Farbe lässt intensiv an Krokodile oder große Schlangen denken. In Malchin legen wir am Steg des hiesigen Kanuklubs an und füllen unsere Trinkwasserreserven auf. Danach geht es weiter die Peene abwärts bis zum Moorbauern. Diese Sommergaststätte ist nur mit dem Boot oder über einen kleinen Weg durch den Schilfgürtel zu erreichen. Wir haben Glück, seit einigen Tagen ist geöffnet. Die Hochwasser im Winter und Frühjahr haben einige Renovierungsarbeiten notwendig gemacht. Wir essen und trinken reichlich und dürfen für eine Nacht unser Zelt hinter das Haus des Moorbauern stellen - in mitten eines lautstarken Froschkonzertes ...
     
   
     
 
 
 

 
     
Heute soll es ein Stückchen über den Kummerower See gehen. Doch zuvor wollen wir dem unweit des Moorbauern gelegnen alten Torfstich einen kleinen Besuch abstatten. Hier soll es Graureiher, Schwäne und auch Bieber geben ... Gegen Mittag nähern wir uns der Mündung in den Kummerower See, doch heftiger Wind zwingt uns zurück in die Peene. Nachdem auch ein zweiter Versuch am Abend scheitert, erinnern wir uns gerne an das Angebot des Moorbauern uns mit seinem kleinen Landungsboot mit rüber nach Kummerow zu nehmen.
     
 
 
 
 
 
 

     
Nun liegt er vor uns, der Kummerower See. In sich haben soll er es bei Wind, kurze gefährliche Wellen, die schon so manchem zu Verhängnis wurden. Da der Wind die letzten Tage immer tagsüber auffrischte, stehen wir in der Dämmerung auf, bauen das Zelt ab und lassen das Faltboot zu Wasser. Wir paddeln hinein in einen wunderschönen Sonnenaufgang immer unter Land am Ostufer entlang. Bei Verchen haben wir schon eine ganz schöne Welle - aber die Einfahrt in die Peene ist schon in Sicht. Zu früh gefreut eine lange Reuse steht direkt neben der Einfahrt - jetzt quer zu den Wellen - unmöglich.
     
Uns bleibt nur, am Nordufer des Sees ins dichte Schilf zu fahren. Danach tragen wir all unsere Sachen und das Faltboot einige Meter durchs Schilf und sind auf dem Wasserwanderplatz Aalbude - geschafft!
 
 
 
 
         
Von Aalbude geht es weiter Peene  abwärts bis zum Wasserwanderrastplatz Trittelwitz - hier sind wir fast alleine, und das klare Wasser der Peene lädt zu einem kleinen Bad ein. Wir können es kaum glauben, kurze Zeit später schwimmt ein Bieber über den Fluss. In der Abenddämmerung nehmen wir nochmals unser Faltboot und paddeln einige Meter stromabwärts - wir erleben etwas einmaliges - drei Bieber tummeln sich laut platschend nur einige Meter neben unserem Boot im Wasser. Unwillkürlich müssen wir an Alaska denken. Hier haben wir vor einigen Jahren beobachtet, wie junge Bieber auf der Burg miteinander spielten. Schon ist es dunkel, und wir hören nur noch das laute Platschen der Bieber im Wasser der Peene. Nur mit der Taschenlampe finden wir den Weg zum Zelt. Mit einer Flasche Wein setzen wir uns bei wunderschönem Sternenhimmel noch etwas ans Ufer und genießen. In der Ferne hören wir unsere Freunde ...
         
   
 
 

     
Der nächste Morgen ist wunderschön und wir springen bevor wir weiter paddeln noch mal in die Peene. Es geht weiter nach Demmin, wo wir ein paar Kleinigkeiten zu essen kaufen. Hinter Demmin paddeln wir immer wieder in die wunderschön mit Seerosen übersäten Torfsticke. Ein unendlich weißes und gelbes Blütenmeer liegt vor uns. Lautlos gleitet ein Graureiher über die Blütenpracht. In Alt Plestin, kurz hinter Loitz, schlagen wir heute unser Nachtquartier auf - es war ein langer Tag ...  
 
 
   
 
 
 
     
 
 
Immer wieder locken die viele Seitenarme mit ihren Seerosen und Wasservögeln. Und dennoch, wir kommen Stück für Stück an Jarmen und Gützkow vorbei, dem Wasserwanderplatz Stolpe näher, unser letzter Halt vor der Fahrt in den Peenestrom und das Achterwasser, so hoffen wir...  

 
 
Wir machen einen Tag Pause in Stolpe. Am Abend gehen wir in den Fährkrug, Holunderblütenwein, Bier und ein wunderbar schmeckendes Abendessen sind angesagt. Morgen wollen wir uns die Überreste des hier 1153 gegründeten Benediktiner Klosters ansehen, zu den nahe gelegenen Peenewiesen wandern und etwas faulenzen und bestimmt wieder in der Fährkrug gehen und schlemmen.
 
 
 
   
  Der Abend sollte noch einige Überraschungen für uns übrig haben - der Wind der letzten Tage hatte sich immer mehr verstärkt und dicke fette Gewitterwolken hingen am Himmel - die Wetteraussichten für die kommende Woche stürmisch und Regen. Als das Gewitter vorbei ist und durch einen kräftigen Landregen abgelöst wird, der Wind aber nicht weniger bläst, wird uns klar...  
 
wir kommen in diesem Urlaub nicht auf dem Peenestrom übers Achterwasser und um den Peenemünder Haken bis an die Seeseite von Trassenheide. Es bleibt also noch ein kleines Stück für das nächste Jahr: Stolpe - Trassenheide mit dem Faltboot ...  

        

   
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