Freude herrschte am vergangenen Samstag im Museum Zinnowitz auf Usedom. Sabine Schlechter, Chefin der „Drei liebenswerten Vineta-Hotels“ im Seebad übergab der Historischen Gesellschaft eine anspruchsvolle Spende.
Sie freut sich darüber, dass die Hobby-Historiker für den Ort tätig sind und den vielen Gästen die Historie von Zinnowitz erhalten und näher bringen sowie als Ansprechpartner in vielen Fragen zur Verfügung stehen. Die Familie Schlechter ist eng mit der Zinnowitzer Geschichte verbunden. Urgroßvater Georg gründete 1919 die Firma „Schlechter Bauklempnerei und Installation“, die Großvater und Vater weiterführten. Auch Bruder Uwe ist in die Fußstapfen seiner Vorfahren getreten.
Sabine Schlechter hat den Schritt in die Hotelbranche gewagt und weiß ihre Familie immer hinter sich.
So wie die Familie, haben auch die drei Hotels von Sabine Schlechter ihre Geschichte. Die „Residenz Vineta“ gehörte zu den ersten Strandvillen, die an der Promenade entstanden. Sie hieß damals Pension „Frauenlob“. Das „Vineta-Hotel“, zur DDR-Zeit Heim „Ernst-Thälmann“, war der erste Wismut-Bau, der 1957 in Zinnowitz entstand. Das „Chalet Vineta“ hat seit 1929 eine wechselvolle Geschichte als Pension „Waldkrone“ und Heim „Dr. Kurt Fischer“ hinter sich.
Bisher gab es eine lockere Zusammenarbeit mit der Historischen Gesellschaft, die sich auf Fragen zur Historie der Hotels und die Ankündigung von Veranstaltungen beschränkte.
Nun will die rührige Hotelchefin Museumsbesuche in ihre Hotelarrangements einbeziehen, Vorträge anbieten und gerne etwas zur Erhaltung der plattdeutschen Sprache tun. Da stößt sie natürlich bei der Historischen Gesellschaft auf offene Ohren.
Die Vereinsmitglieder bedankten sich mit einigen Schriften und Büchern, die sie im Rahmen ihrer Tätigkeit erarbeitet haben. |