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Das Swinemünder Wasserwerk ...

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+++ 9. Mai 2010, Swinemünde   +++

Wasserwerk Swinemünde

Die Stadt Swinemünde beteiligte sich am vergangenen Sonntag am Internationalen Tag der Denkmalpflege. Aus diesem Anlass hatten mehrere öffentliche Gebäude ihre Pforten geöffnet. Bei freiem Eintritt konnten so das Fischereimuseum im ehemaligen Rathaus, der Turm der Martin-Luther-Kirche und die drei Forts der Stadt besichtigt werden.
Ein ganz besonderes Highlight war zudem die Führung mit dem Leiter der Swinemünder Reiseführer Zdzislaw Okoniewski, der eine etwa 80-köpfige Gruppe zum so genannten „Sack“ (pl. worek) führte. Mit dabei waren auch drei deutsche Besucher, die eine persönliche Übersetzung von Andrzej Lobodzinski bekamen. Der junge Swinemünder unterrichtet an den Grundschulen Heringsdorf und Bansin sowie am Maxim-Gorki-Gymnasium Polnisch.
Die Bezeichnung „worek“ stehe für den ungewöhnlichen Grenzverlauf zwischen Deutschland und Polen. Wie Okoniewski ausführte, sei die Grenzziehung mit dem Lineal über die Insel Usedom im Potsdamer Abkommen von 1945 besiegelt worden, wonach das Areal mit der Wasserfassung der Stadt Swinemünde auf deutschem Gebiet lag. Faktisch hätte aber die Rote Armee als Besatzungsmacht den Daumen auf dem Wasserwerk gehabt, so dass das lebenswichtige Nass in die polnische Stadt floss.
Mit Gründung der DDR im Jahre 1949 änderten sich dann die Verhältnisse, so Okoniewski. Jetzt hätte die deutsche Seite das Wasser an die Swinemünder verkaufen können, was den Stadtrat dazu bewogen habe, einen Antrag zu stellen, die Wasserfassung der Stadt Swinemünde zuzuschlagen.
Im Rahmen einer bilateralen Vereinbarung seien dann am 10. Juni 1951 die Grenzpfosten um das Wasserwerk auf einer Fläche von 75 ha verschoben worden, so dass heute der so genannte „Sack“ als Grenzverlauf auf der Landkarte zu sehen ist. Wie Okoniewski weiter ausführte, wurde das Wasserwerk mit damals 5 Tiefbrunnen samt dem Leitungsnetz von 26 Kilometer Länge im Jahr 1910 in Betrieb genommen. Hundert Jahre später ist das Rohrsystem der Stadt auf 30 km Länge angewachsen, zudem sind mittlerweile 9 Tiefbrunnen im Einsatz.
Der Leiter des Wasserwerks Marian Machelski gewährte den Teilnehmern der dreistündigen Führung einen Einblick in den Wasserbehälter auf dem 53 Meter hohen Kalkberg, Swinemündes höchster Erhebung. Danach führte er die Gruppe durch das architektonische Juwel des Wasserwerkes. Voller Stolz zeigte er den 100 Jahre alten Hebekran, der auch heute noch treu seine Dienste tut.
In der Maschinenhalle sei alles noch original erhalten bis auf die Dampfturbinen, die seinerzeit die Pumpen antrieben. Das Wasserwerk arbeite sehr natürlich und ökologisch bewusst, betonte Machelski. So käme zur Wasseraufbereitung lediglich Sauerstoff und kein Chlor zum Einsatz. Das Brunnenwasser werde in Tanks, die mit einem Sand-Kies-Gemisch gefüllt sind, gefiltert. Anschließend wird das Trinkwasser in die zwei Zisternen im Kalkberg gepumpt, wo das Wasserreservoir der Stadt Swinemünde für den nötigen Leitungsdruck bei den Endabnehmern sorgt. Das Wasserwerk beschäftigt derzeit 11 Mitarbeiter, von denen immer zwei im täglichen Schichtdienst im Einsatz sind.

Wasserwerk Swinemünde
Marek Machelski und Andrzej Lobodzinski im Wasserwerk Swinemünde
Wasserwerk Swinemünde
Fotos und Text: Dietmar Pühler - d:p
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