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Insel Usedom -  Segelrevier Usedom, Achterwasser, Greifswalder Bodden, Stettiner Haff ...  

 

Ein wunderschöner Tag - Segeln rund um die Insel Vilm ...
Schon als Kind war ich vom Segeln fasziniert. Seit drei Jahren bin ich stolze Inhaberin eines Segelscheins, der mir auch das Chartern erlauben würde. Na ja – trotzdem traue ich mir noch nicht zu, ein Segelboot in eigener Verantwortung zu steuern… Vielleicht in einigen Jahren. Aber dann muss  ich mir sicher sein, dass ich ein Boot durch die Gewässer führen kann und damit natürlich auch seine Mannschaft. Auf dem Weg dahin notiere ich mir jede Seemeile im Meilenbuch.

     
 
     

Anfang August ging es zu einem Tagestörn auf  den Greifswalder Bodden „Rund um Vilm“. Wir waren morgens 10 Uhr am Steg im Hafen von Karlshagen verabredet. Auf dem Weg vorbei am Bäcker und am Fleischer – schließlich wollten wir unterwegs nicht verhungern - im Gepäck unsere wasserdichte Segelbekleidung, Badesachen, Sonnencreme. Es war noch ziemlich wenig Wind – jedenfalls für jemanden – der es eher liebt, die Wellen über das Boot jagen zu sehen. Wir wurden schon erwartet. Das gegenseitige Bekanntmachen hat nicht lange gedauert, wir haben schnell gemerkt - das passt. Außerdem  – dazu hatten wir ja fast den ganzen Tag noch Zeit –  und wir alle wollten los, denn es war inzwischen mehr Wind aufgekommen.

     
     
     
 
     
 
     

Was mir als Kind nicht so bewusst war – im Sportclub sind wir ja eher Regatta auf einem festgeschriebenen Kurs gefahren – beim Segeln gilt: „mal sehen wohin der Wind uns treibt…“ Das vermittelt mir immer wieder ein Gefühl von Freiheit, Überraschung und Ungebundenheit. Nun, heute hatten wir die Qual der Wahl: alles wäre bei diesem Wind (Beaufort 3-4 in Böen 5-6)  für einen Eintagestörn erreichbar gewesen: rund um Rügen, die Insel Oie, der Ruden, Vilm… oder raus auf die offene Ostsee: hin und zurück ...

     
 
     
 
     
     

Wir haben nicht lange diskutiert: Richtung Vilm…Raus aus dem karlshägener Hafen die Order des Skippers: Wir segeln mit Spinacker, wenn Du (gemeint war ich) das Steuer übernehmen kannst?  - Gut - erst mal drüber nachgedacht – ich war nie ein Freund des Risikos - aber das traute ich mir schon zu. Also den Spinacker gehisst – und es dauert nicht lange, ist ja klar, wir sind schneller als die anderen (haben nämlich keinen Spinacker). Ich bin begeistert, bin ich doch tatsächlich das letzte Mal als Kind mit so einem bauchigen und besonders farbenfrohem Segel gesegelt. Ich komme ins Träumen… Ich glaube die anderen auch. Aber schnell holt sie die Geschichte ein, mein Mann ist Mitglied des historischen Vereins – (Rentnerclub wie ich immer sage…liebevoll wohl bemerkt) und das jüngste Mitglied, Herr Graf kennt sich als gebürtiger Insulaner in vielen Dingen aus. Macht nichts – lass die mal reden – ich will segeln…

     
 
     
 
     

Wir erreichen Peenemünde. Das kennen wir schon von Wasserseite. Sind wir doch mit unserem Kajak im letzten Jahr vom Peenemünder Strand peeneseitig um den Peenemünder Haken bis auf eine ganz kleine Sandbank gepaddelt. Na ja – wir sind nicht weiter gekommen – wollten eigentlich um die Wracks bis nach Trassenheide (seeseitig). Aber dafür waren wir zu spät (6.30 Uhr) aufgestanden, wir hatten schon eine ziemlich hohe Welle und keinen Mut, mit unserem „Halbseekajak“  auf den Bodden, um die vielen Metallteile die aus dem Wasser ragten herum (wer weiß schon was gerade unter der Wasseroberfläche liegt?).

     
 
     
     
 
     

Weiter geht es zwischen der Insel  Ruden und der Greifswalder Oie hindurch. Dabei wird uns so richtig bewusst, warum so viel um die Kormorane geredet wird. Eine Flugreihe nach der anderen überquert unsere Segelyacht. Wir fahren an der peenemünder Kolonie vorbei – tote und kahle Bäume belagert von den schwarzen Vögeln. Die Kolonie ist eine von mehreren die in den letzten 20 Jahren in der Region entstanden sind. Beobachten konnten wir sie außerdem vor 3 Wochen bei einer Kajakfahrt über den Schmollensee.

     
 
     
     
 
     

Der Wind steht gut, wir ziehen die Segel fester, um noch mehr Fahrt aufzunehmen. Schon sehen wir Putbus mit seinen  weiß getünchten  Häusern, dem sogenannten Circus. Als geographisches Wildschwein, wie mein Mann mich nennt (durchaus berechtigt wie ich zugebe), muss ich immer wieder fragen wo wir sind. Zum Glück gibt es GPS, Seekarten und man kann auch als geographisches Wildschein da ankommen wo man gerne hin möchte!

     
 
 
 
 
 
     

Um die Insel Vilm herum zwingt uns der Wind doch den einen oder anderen Schlag zu kreuzen. Das ehemalige Kernkraftwerk von Lubmin scheint dabei abwechselnd näher oder weiter entfernt. So richtig bin ich mir noch nicht im Klaren, ob wir dem Heimathafen näher kommen oder nicht.

     
 
     
 
     
 
     

Aber letztendlich kommen die zwei runden Backsteintürme, welche Richtfeuer für die Einflugschneise des ehemaligen Peenemünder Flughafens waren wieder in Sicht, und man kann die Vision daran, wie vor 45-50 Jahren die Jagdflugzeuge von Peenemünde mit den V-Waffen hier starteten nicht verhindern.

     
 
     
     

Gedankenvoll, müde aber erholt kommen wir wieder an unseren Liegeplatz im sicheren Hafen an, machen das Boot  dicht und lassen den Abend bei einem Bier in der Hafenkneipe ausklingen. Bis zum nächsten Mal… (Sylke Gründling)